
Soziale Innovation als zentrales Element nationaler Innovationssysteme und der Mobilität und Logistik von morgen
People, Planet, Profit – unter diesem Leitbild firmiert ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell, das ökonomische Leistungsfähigkeit mit sozialer Verantwortung und ökologischer Tragfähigkeit in Einklang bringt. Soziale Innovationen und soziales Unternehmertum haben sich dabei zu zentralen Begriffen entwickelt. Doch was bedeuten sie – und welche Auswirkungen haben diese Konzepte auf die Logistik- und Mobilitätsbranche? Stéphane Kouassi geht diesen Fragen nach und zeigt konkrete Praxisbeispiele.
Einleitung
In der jüngeren Wirtschaftsgeschichte haben nur wenige Konzepte eine vergleichbare Dynamik entfaltet wie jene des Unternehmertums und der Innovation. Beide Begriffe stehen für die Dynamik ökonomischer Systeme und sind eng mit rascher wirtschaftlicher Entwicklung verbunden. Diese Dynamik ist jedoch ambivalent. Während technologischer Fortschritt und Wachstum den Lebensstandard vieler Menschen verbessert haben, gingen sie zugleich mit erheblichen Kollateralschäden einher – darunter soziale Ungleichheit, Ausbeutung von Arbeitskräften, Umweltzerstörung und Klimawandel.
Vor diesem Hintergrund fordert die globale Nachhaltigkeitsagenda, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit sozialer Verantwortung und ökologischer Tragfähigkeit in Einklang zu bringen. [1] Das Leitbild von People, Planet, Profit bringt diesen Perspektivwechsel prägnant zum Ausdruck. [2] Die großen Wirtschaftskrisen der vergangenen Jahrzehnte haben darüber hinaus den Ruf nach ethischer Governance, Transparenz und systemischer Resilienz verstärkt. Unternehmensphilanthropie und das Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR) [3] – häufig als Gegenentwurf zum Shareholder-Value-Ansatz verstanden – können als Versuche interpretiert werden, wirtschaftliche Prozesse stärker an gesellschaftlichen Werten auszurichten und wieder in soziale Kontexte einzubetten. Soziale Innovation zeichnet sich durch ihren klaren Fokus auf positiven gesellschaftlichen Wandel aus, insbesondere durch die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter oder marginalisierter Gruppen, wobei ein tiefes Verständnis der Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt steht, das auf Empathie und nutzerzentriertem Denken basiert und zu inklusiven sowie praxisnahen Lösungen führt; zugleich verfolgt sie einen systemischen Ansatz, der nicht nur Symptome bekämpft, sondern die Ursachen sozialer Probleme im Zusammenspiel von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Faktoren adressiert und dabei kreatives sowie unkonventionelles Denken fördert, etwa durch den Einsatz neuer Technologien oder die Anpassung bestehender Ansätze. Ein wesentliches Merkmal ist zudem die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure wie Gemeinschaften, Organisationen, staatlicher Institutionen und Wissenschaft, wobei Co-Creation die aktive Einbindung der Betroffenen ermöglicht, ihre Selbstbestimmung stärkt und die Qualität der Lösungen erhöht; darüber hinaus zielt soziale Innovation auf Skalierbarkeit und Übertragbarkeit ab, sodass erfolgreiche Modelle ausgeweitet und in unterschiedlichen Kontexten angewendet werden können, und stützt sich auf messbare Ergebnisse, um ihre Wirksamkeit sowie Nachhaltigkeit langfristig sicherzustellen. [4]

Für Wissenschaft und Praxis, die sich mit Unternehmertum und Innovation in Clustern sowie innovationsfördernden Ökosystemen beschäftigen, markiert diese Entwicklung einen Wendepunkt. Besonders hervorzuheben ist das Aufkommen des sozialen Unternehmertums und – darüber hinausgehend – dass der sozialen Innovation. Während soziales Unternehmertum primär missionsgetriebene Organisationen und Geschäftsmodelle in den Blick nimmt, zielt soziale Innovation umfassender auf systemische Veränderungen und institutionelle Transformationen. Gerade deshalb bedarf der Begriff der sozialen Innovation einer vertieften theoretischen und praktischen Auseinandersetzung.
Soziale Innovation hat sich zu einem zentralen Begriff in aktuellen politischen Debatten und wissenschaftlichen Diskursen über Nachhaltigkeit, sozialen Zusammenhalt und gesellschaftliche Transformation entwickelt. [5, 6] Mitunter wird sie – zu Recht oder zu Unrecht – als Alternative zum schumpeterianischen Konzept der „schöpferischen Zerstörung“ verstanden, [7, 8] das trotz seiner positiven Konnotation von Erneuerung und wirtschaftlicher Evolution häufig missinterpretiert wird.
Gleichzeitig besteht weiterhin eine erhebliche konzeptionelle Fragmentierung. Die Definitionen sind heterogen, die theoretischen Fundierungen verteilen sich über verschiedene Disziplinen wie Politikwissenschaft, Management, Innovation Management, Soziologie, und operative Umsetzungsmodelle sind oftmals unzureichend entwickelt. Daher ist eine stärkere begriffliche Klärung erforderlich – insbesondere um den Brückenschlag zwischen wissenschaftlichem Diskurs und praktischer Anwendung in Unternehmen und Innovationssystemen zu ermöglichen. Soziale Innovation sollte dabei nicht als bloße Ergänzung technologischer Innovation verstanden werden, sondern als integrativer Bestandteil offener Innovationsprozesse an der Schnittstelle von Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft.
Darüber hinaus verdient die Einbettung sozialer Innovation in nationale Innovationssysteme besondere Aufmerksamkeit. Nationale Strategien, Förderinstrumente sowie Forschungs- und Entwicklungsprogramme erkennen zunehmend die Notwendigkeit verantwortungsvoller und inklusiver Innovationsprozesse an. Eine systematische Integration sozialer Innovation in diese Strukturen ist jedoch bislang uneinheitlich ausgeprägt. Ein kohärenteres Verständnis könnte die Fähigkeit nationaler Innovationssysteme stärken, komplexe gesellschaftliche Herausforderungen wirksam zu adressieren.

Der vorliegende Beitrag entwickelt daher einen systemischen Bezugsrahmen für soziale Innovation, der auf drei miteinander verbundenen Perspektiven basiert: transformative soziale Innovation, partizipative Innovationssysteme und ein dynamisches institutionelles Umfeld. Auf Grundlage interdisziplinärer Literatur wird soziale Innovation als evolutionärer, lerngetriebener und reflexiver Prozess konzeptualisiert. [9, 10,11] Ein solcher Ansatz bietet sowohl analytische als auch praxisorientierte Anknüpfungspunkte für die Förderung verantwortungsvoller technologischer Innovationen – insbesondere im Hinblick auf die Mobilitäts- und Logistiksysteme von morgen.
Soziale Innovation: Historische und wissenschaftliche Entwicklungen eines Konzepts
Soziale Innovation ist zu einem festen Bestandteil des gegenwärtigen ökonomischen Vokabulars sowie der Entrepreneurship- und Innovationsökosysteme geworden. Sie bezeichnet im Allgemeinen neuartige Kombinationen sozialer Praktiken, Organisationsformen und institutioneller Arrangements, die aus kollektiver Handlung entstehen, um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Die Innovationslandschaft der SI zeigt Beispiele, die veranschaulichen, wie technologische Innovationen gesellschaftliches Engagement fördern können. Crowdfunding-Plattformen wie GoFundMe oder Bettervest und Online-Advocacy-Plattformen wie Change.org ermöglichen es Individuen und Organisationen, Ressourcen zu mobilisieren, Aufmerksamkeit zu erzeugen und aktiv an gesellschaftlichen Veränderungsprozessen teilzunehmen. Im Bereich der Kreislaufwirtschaft gibt es zahlreiche Initiativen, die darauf abzielen, Ressourcen effizienter zu nutzen und Abfall zu minimieren. Open-Source-Projekte wie Linux oder Wikipedia fördern den freien Zugang zu Wissen und ermöglichen globale Zusammenarbeit. Im Finanzbereich schaffen Mikrofinanzinstitutionen wie die Grameen Bank finanzielle Inklusion, indem sie Menschen ohne Zugang zum traditionellen Bankensystem unterstützen. Die Kombination aus technologischen, finanziellen und organisatorischen Neuerungen ist ein entscheidender Faktor für soziale Innovation. Diese Ansätze zeigen, dass die Entwicklung nachhaltiger und skalierbarer Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen das Ziel ist. Dabei verändert sie die sozialen Beziehungen, Normen und Machtstrukturen, durch die sich Gesellschaften organisieren. Soziale Innovation ist auch als Reaktion auf die unzureichende Berücksichtigung sozialer Aspekte und Inklusion in dominanten unternehmerischen und innovationsbezogenen Dynamiken entstanden. Sie umfasst sowohl Prozess als auch Ergebnis und steht für Ko-Kreation, Lernen und institutionellen Wandel, die neue Organisationsformen, Wissensbestände und Governance-Strukturen hervorbringen. In diesem Sinne stärkt sie soziale Werte und Inklusion innerhalb sich wandelnder soziotechnischer Systeme.

Aus wissenschaftlicher Perspektive verfügt die soziale Innovation über eine mehr als hundertjährige ideengeschichtliche Tradition, die in der Soziologie, Ökonomie, Politikwissenschaft und Managementforschung verankert ist. Bereits im späten 19. Jahrhundert verstanden frühe Soziologen und Institutionenökonomen wie Gabriel Tarde und Thorstein Veblen Innovation als einen grundlegend sozialen Prozess, der Erfindung und Imitation umfasst. [12, 13] Sie argumentierten, dass sich Ideen und Praktiken über zwischenmenschliche Netzwerke verbreiten und nicht allein aus isolierten technischen Durchbrüchen hervorgehen. Insbesondere Veblen verknüpfte Innovation mit institutioneller Anpassung und sozialer Reform, die aus Spannungen zwischen etablierten Denkgewohnheiten und neuen technologischen Möglichkeiten entstehen. [13, 14] Diese Tradition begreift Innovation als moralisches und institutionelles Phänomen – als Auseinandersetzung zwischen überholten Normen und aufkommenden Praktiken – und versteht wirtschaftliches Leben als ein offenes, evolutionäres System, das durch Experimentieren und kollektive Problemlösung geprägt ist und nicht allein durch Marktoptimierung. [15]
In der Mitte des 20. Jahrhunderts, insbesondere in den 1970er-Jahren, wurde das Konzept vor dem Hintergrund von Sozialplanung und Bildungsreformen neu interpretiert. Soziale Innovation wurde häufig als wohlfahrtsstaatliches und politisches Instrument verstanden, das auf top-down-Modernisierung und administrative Effizienz zielte, weniger jedoch auf partizipative Transformation. Denker wie Peter Drucker verwendeten den Begriff im Zusammenhang mit „Social Engineering“ und institutioneller Gestaltung zur Verbesserung politischer Instrumente und organisatorischer Leistungsfähigkeit. [16, 17]
Seit den frühen 1990er-Jahren erlebte das Konzept eine Renaissance und fand Eingang in die akademische Mainstream-Debatte verschiedener Disziplinen. In den Innovationsstudien wird soziale Innovation komplementär zur technologischen Innovation innerhalb nationaler und regionaler Innovationssysteme positioniert, insbesondere im Hinblick auf nicht-technologische Veränderungen. [18, 19] In Soziologie und Politikwissenschaft konzipiert man soziale Innovation als bottom-up getragene, kollektive Innovationsprozesse zur Bewältigung von Exklusion und Nachhaltigkeitsfragen. [11] In der Entrepreneurship- und Managementforschung verlagerte sich der Fokus auf hybride Organisationsformen, die soziale Missionen mit Marktmechanismen verbinden. [20, 21]
Die Balance zwischen sozialer Mission und Marktinteressen steht im Zentrum des Konzepts des sozialen Unternehmertums, das häufig als operativer Arm sozialer Innovation verstanden wird. [22] Sozialunternehmen fungieren als intermediäre Akteure, die basisorientierte Initiativen in skalierbare Organisationsformen übersetzen. An der Schnittstelle von Staat, Markt und Zivilgesellschaft tätig, schließen sie häufig institutionelle Lücken und tragen durch Experimentieren und institutionelles Lernen zur Weiterentwicklung von Wohlfahrtssystemen bei. Sozialunternehmer bewegen sich zwischen unterschiedlichen institutionellen Logiken, bewältigen Spannungen zwischen ökonomischen und sozialen Zielsetzungen und mobilisieren vielfältige Anspruchsgruppen.

Zusammenfassend lässt sich soziale Innovation als Schaffung relationaler Neuartigkeit, institutioneller Transformation und kollektiver Handlungsfähigkeit definieren. Sie wird durch neue soziale Beziehungen und kooperative Governance-Arrangements zwischen Zivilgesellschaft, Staat, Markt und Wissenschaft verwirklicht. [21, 23] Es hat sich ein Paradigmenwechsel vollzogen mit Plattformen wie Wikipedia, Gofundme sowie der Open-Source- bzw. Sharing-Bewegung – ebenso wie bei vielen anderen Innovationen und Initiativen – weg von einem primär technologiezentrierten Innovationsverständnis hin zu einer breiteren, sozial eingebetteten und ökosystemorientierten Perspektive. Zeitgenössische gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, Ungleichheit und geopolitische Verwerfungen verdeutlichen die Grenzen eines rein technologiegetriebenen Ansatzes. Technologien müssen daher sozial eingebettet, reguliert und auf die Schaffung inklusiver öffentlicher Werte ausgerichtet werden.
Soziale Innovation in aktueller Unternehmensstrategie, Innovationsdynamik und Politik
Soziale Innovation ist inzwischen auf mehreren Ebenen fest in der Unternehmenspraxis verankert, insbesondere als strategische Fähigkeit in multinationalen und industriellen Kontexten. [24] Ihre Integration hat zu neuen Organisationsdesigns geführt, die durch Offenheit gegenüber Multi-Stakeholder-Kooperationen, innovative Geschäftsmodelle und langfristige Nachhaltigkeitstransitionen geprägt sind. In den vergangenen Jahrzehnten haben Unternehmen das Konzept der Corporate Social Innovation aufgegriffen und erkannt, dass soziale Innovation nicht als Randthema der Corporate Social Responsibility zu verstehen ist, sondern als Mechanismus zur Verbindung von sozialer Wertschöpfung und marktwirtschaftlicher Logik – insbesondere im Hinblick auf Wettbewerbsfähigkeit. Diese Verbindung wird in der Regel dadurch erreicht, dass soziale Zielsetzungen in formale Routinen, Governance-Strukturen und Anreizsysteme eingebettet werden, so dass finanzielle, technologische und personelle Ressourcen gezielt für sozial ausgerichtete Innovationsprozesse mobilisiert werden können.
Die kollaborative Dynamik, die sozialer Innovation zugrunde liegt, spiegelt einen Wandel von unternehmenszentrierten Innovationsmodellen hin zu netzwerk- und ökosystembasierten Ansätzen wider. Soziale Innovation ist eng mit Open-Innovation-Praktiken verbunden, darunter Co-Creation-Plattformen, Stakeholder-Engagement-Mechanismen, Innovationswettbewerbe und digitale Kollaborationsinstrumente. Durch die Einbettung in kollaborative Ökosysteme können Unternehmen ihr Wertversprechen, ihre Wertschöpfungsarchitektur sowie ihre Mechanismen der Wertaneignung neu gestalten, um gesellschaftlich relevante und zugleich ökonomisch tragfähige Lösungen zu entwickeln. Diese Prozesse erfolgen häufig in Zusammenarbeit mit Start-ups, Sozialunternehmen, lokalen Regierungen und Forschungseinrichtungen, um komplexe wirtschaftliche, ökologische, technologische und gesellschaftliche Herausforderungen zu adressieren.
Die globale Unternehmenslandschaft bietet zahlreiche Beispiele für die Verankerung sozialer Innovation, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern. [5] Solche Kontexte sind häufig durch institutionelle Lücken, infrastrukturelle Defizite und unerfüllte gesellschaftliche Bedürfnisse gekennzeichnet und bieten damit fruchtbare Bedingungen für sozial orientierte Innovationen. Unternehmen nutzen ihre regionalen und globalen Kompetenzen – etwa technologische Expertise, Produktionsnetzwerke und Managementwissen –, um gemeinsam mit lokalen Akteuren angepasste Lösungen zu entwickeln. Dazu zählen innovative Gesundheitsversorgungskonzepte, neue landwirtschaftliche Standards oder Mechanismen zur finanziellen Inklusion, die in Kooperation mit Nichtregierungsorganisationen, Gemeinschaftsorganisationen, lokalen Unternehmen und staatlichen Stellen entstehen. Solche Partnerschaften fördern Wissenszirkulation, stärken Legitimität und ermöglichen inklusive Wertschöpfung bei gleichzeitiger Sicherung wettbewerblicher Vorteile.

Ein prominentes Beispiel ist die Entwicklung von M-Pesa in Kenia. Der Dienst wurde Anfang der 2000er-Jahre von Safaricom, einem kenianischen Telekommunikationsunternehmen, das teilweise zu Vodafone gehörte, eingeführt. M-Pesa entstand aus einem Pilotprojekt, das vom britischen Department for International Development (DFID) finanziert wurde und ursprünglich die Rückzahlung von Mikrokrediten über Mobiltelefone erleichtern sollte. Feldexperimente zeigten jedoch schnell eine breitere Nachfrage nach einfachen, mobilen Geldtransferdiensten. Safaricom entwickelte daraufhin einen eigenständigen Mobile-Money-Service, der es Nutzern ermöglicht, Bargeld bei lokalen Agenten einzuzahlen, per SMS zu versenden und an anderen Orten wieder abzuheben.
Der kenianische Kontext – gekennzeichnet durch geringe Bankdurchdringung, hohe Mobiltelefonverbreitung und ein vertrauenswürdiges landesweites Agentennetz – ermöglichte es, infrastrukturelle Barrieren zu überwinden und finanzielle Exklusion deutlich zu reduzieren. M-Pesa erleichterte grenzüberschreitende Transaktionen, schaffte neue Geschäftsmodelle und stimulierte die Entstehung eines dynamischen Fintech-Ökosystems in Subsahara-Afrika. Mobile Money stellt somit eine soziale Innovation dar, die technologische Kompetenz mit institutioneller Anpassung und inklusiver Wertschöpfung verband, Zahlungssysteme grundlegend veränderte und Telekommunikationsunternehmen zu integralen Akteuren der Finanzarchitektur machte.
Insgesamt ist soziale Innovation von zentraler Bedeutung für gegenwärtige Innovationsdynamiken. Sie ist weder ein bloßes Schlagwort noch eine Marketingstrategie zur Erweiterung von CSR-Aktivitäten, sondern zielt darauf ab, soziale Wertschöpfung in den strategischen Kern von Unternehmen zu integrieren. Dies erfordert die Zusammenarbeit mit einem breiten sozioökonomischen Ökosystem, um Produkte, Dienstleistungen und Märkte ko-kreativ zu entwickeln und geteilten sowie nachhaltigen Mehrwert zu generieren. Gerade im Kontext großskaliger Nachhaltigkeitstransformationen ist dies entscheidend, da isolierte Akteure solche Prozesse weder schnell noch eigenständig bewältigen können. Soziale Innovation fungiert daher als strategischer Enabler, der Unternehmensstrategie, technologische Entwicklung und öffentliche Politik auf langfristige gesellschaftliche Resilienz und inklusive Entwicklung ausrichtet.
Innovationscluster: Zwischen missionsorientierter Innovationspolitik und gesellschaftlicher Transformation
Aus der Perspektive einer Multicluster-Organisation, die an der Schnittstelle von Industrie, Forschung und Gesellschaft agiert, ist soziale Innovation ein zentrales Thema für Kooperationen und Open-Innovation-Projekte im Rahmen missionsorientierter Innovationspolitiken auf nationaler und europäischer Ebene. Solche Projekte unterliegen zunehmend doppelten Anforderungen: technologischer und gesellschaftlicher Reife. In der innovationspolitischen Terminologie ist in den letzten Jahren eine Verschiebung von „Technology Readiness Levels“ (TRL) hin zu „Societal Readiness Levels“ (SRL) zu beobachten, die die Fähigkeit der Gesellschaft bewerten, Innovationen aufzunehmen, anzupassen und aktiv mitzugestalten. [25, 26]

Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Erkenntnis wider, dass technologische Leistungsfähigkeit und Marktgängigkeit allein nicht ausreichen, um Innovationen erfolgreich und legitim zu machen. Vielmehr müssen sie mit gesellschaftlichen Bedürfnissen, Werten und institutionellen Rahmenbedingungen in Einklang stehen. Ansätze zur gesellschaftlichen Reife prüfen daher die soziale Einbettung und Governance-Kompatibilität technologischer Lösungen und greifen damit zentrale Prinzipien der Theorie sozialer Innovation (SI) auf. SI-Theorie schlägt eine analytische Brücke zwischen abstrakten Konzepten gesellschaftlicher Reife und konkreten Governance-Herausforderungen technologischen Wandels. Sie versteht Innovation als Re-Konfiguration sozialer Beziehungen, Institutionen und Machtstrukturen – nicht lediglich als Diffusion neuer Artefakte.
Deutsche Strategie für soziale Innovation und Steuerung von Open-Innovation-Prozessen
Die deutsche Innovationspolitik verdeutlicht diesen Paradigmenwechsel weg vom linearen Technologie-Push-Modell hin zu einem systemischen Innovationsverständnis. Die Verbindung von sozialer Innovation und gesellschaftlicher Reife legitimiert die Einbindung von Governance-Experimenten, institutionellem Lernen und adaptiver Regulierung in Innovationsprozesse. Einen wichtigen Meilenstein stellt die im September 2023 verabschiedete Nationale Strategie für Soziale Innovationen und gemeinwohlorientierte Unternehmen da. [28]
Die Strategie definiert soziale Innovationen als neue soziale Praktiken und Organisationsmodelle, die nachhaltige Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bieten – unabhängig davon, ob sie marktbasiert oder gemeinnützig sind. Gemeinwohlorientierte Unternehmen werden als Organisationen beschrieben, deren primärer Zweck in der Erzielung sozialer oder ökologischer Wirkung liegt und die ihre Gewinne überwiegend in diese Mission reinvestieren sowie Partizipation und soziale Gerechtigkeit in ihren Governance-Strukturen verankern.
Zentral ist die Gleichstellung sozialer Innovation mit technologischer Innovation als treibende Kraft für sozioökologische Transformation und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Die Strategie formuliert elf Handlungsfelder [28], von denen insbesondere die Verbesserung regulatorischer Rahmenbedingungen, die Stärkung der Gründungskultur im Bereich sozialer Innovation, die Förderung von Kooperation und Wissenstransfer, die Anpassung von Förderinstrumenten, die Stärkung der Forschung sowie die Erhöhung von Sichtbarkeit und Anerkennung für Clusterorganisationen relevant sind. So wird soziale Innovation von einer Nischen- oder philanthropischen Perspektive zu einem querschnittlichen wirtschafts- und industriepolitischen Thema erhoben und in Start-up-Strategien, Nachhaltigkeitspolitik, digitale Transformation und Regionalentwicklung integriert.
Für Cluster und regionale Innovationsökosysteme ergeben sich daraus klare Implikationen. Die Strategie begreift soziale Innovation als Ökosystemkompetenz, die in Programme, Roadmaps, Projektpipelines und Partnerportfolios integriert werden muss. Sie betont Vernetzung, Kooperation, Wissenstransfer und Multi-Akteurs-Initiativen als zentrale Skalierungsmechanismen – Kernfunktionen von Clustern. Cluster können neue Geschäftsmodelle, Standards und Partnerschaften koordinieren und Innovationen an gesellschaftliche Bedürfnisse und Denkweisen anpassen, um die angestrebte sozioökologische Transformation zu unterstützen.
Ein weiteres zentrales Element ist die Institutionalisierung von Reallaboren. Diese ermöglichen zeitlich befristete Erprobungen unter realen Bedingungen und unter Aufsicht zuständiger Behörden, insbesondere wenn bestehende Rechtsrahmen regulatorische Hürden darstellen oder Anwendungsfragen ungeklärt sind. [29] Im Mai 2025 startete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ein zentrales Innovationsportal für Reallabore, das als Anlaufstelle fungiert, Beratung bietet, Vernetzung ermöglicht und die praktische Umsetzung unterstützt.

Reallabore basieren häufig auf Experimentierklauseln und erlauben innovationsfreundliche Governance, indem sie geschützte Experimentierräume schaffen, ohne Sicherheits- und Schutzstandards zu gefährden. Zu ihren Vorteilen zählen beschleunigter Transfer und Skalierung, frühzeitige Identifikation von Chancen und Risiken, regulatorisches Lernen sowie erhöhte Akzeptanz durch Partizipation und Ko-Kreation – Kernelemente sozialer Innovation. Explizit wird anerkannt, dass nicht nur technologische, sondern auch soziale Innovationen Gegenstand von Reallaboren sein können.
Soziale Innovation in der Förderlandschaft
Soziale Innovation ist zunehmend Bestandteil der deutschen Förderarchitektur. Programme wie „KI-basierte klimaneutrale Mobilitätssysteme in Modellregionen“ [30] verbinden technologische Entwicklung mit regionalspezifischen sozialen Innovationskomponenten. Besonders hervorzuheben ist die Förderlinie „Transformationscluster für Soziale Innovationen für nachhaltige Städte“, [31] die das Potenzial sozialer Innovationen für klimaneutrale, resiliente und inklusive Stadtentwicklung erschließen soll.

Das Programm versteht Städte als dynamische Innovationsökosysteme, in denen Lösungen für klimaneutrales und bezahlbares Wohnen, nachhaltige Quartiere, attraktive öffentliche Räume sowie emissionsarme, kosteneffiziente intermodale Mobilitätssysteme entwickelt und erprobt werden. Transformationscluster bündeln Akteure und Kompetenzen, um soziale Innovationen in urban-regionalen Experimentierräumen zu erforschen, zu entwickeln und zu testen.
Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und der wachsenden Bedeutung von Drohnentechnologien wurde zudem die Förderlinie „Drohnengestützte soziotechnische Innovationen und Geschäftsmodelle für klimafreundliche Mobilität und nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung“ [32] etabliert. Sie fokussiert regionale Logistikanwendungen, Lieferverkehre, kommunale Aufgaben sowie Pooling-Konzepte für effizienten Betrieb und Skalierung. Diese Anwendungsfelder verdeutlichen, dass neben technologischer Reife insbesondere gesellschaftliche Akzeptanz, Governance-Strukturen und regulatorische Integration adressiert werden müssen.
Implikationen für Logistik und Letzte Meile
Aus der praktischen Erfahrung in Open-Innovation-Projekten zeigt sich, dass soziale Innovation insbesondere für klimaneutrale Logistiksysteme und Konzepte der Letzten Meile – etwa Mikrodepots – entscheidend ist. EU-Förderprogramme verlangen zunehmend, soziale Faktoren wie Akzeptanz, Partizipation und institutionelle Einbettung in die Projektgestaltung einzubeziehen. [25, 33, 34]

Viele bestehende Mikrodepot-Konzepte scheitern an tragfähigen Eigentums- und Geschäftsmodellen. Soziale Innovation bietet Ansatzpunkte, diese Modelle neu zu definieren – etwa durch die Erweiterung über reine Paketlogistik hinaus hin zu integrierten Quartiersdienstleistungen, gemeinschaftsbasierten Infrastrukturen oder kooperativen Plattformmodellen.
Cluster können hierbei eine zentrale Rolle übernehmen, indem sie wirtschaftliche Tragfähigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Einbettung miteinander verbinden. In diesem Sinne stehen Innovationscluster zwischen missionsorientierter Politik und gesellschaftlicher Transformation: Sie sind nicht nur technologische Beschleuniger, sondern Orchestratoren sozio-technischer Veränderungsprozesse, die Innovationen gesellschaftlich verankern und auf langfristige öffentliche Wertschöpfung ausrichten.
Fazit: Die Einbettung sozialer Innovationen in die Strategie von Innovationsökosystemen.
Die analytische Reise – beginnend mit der Theorie sozialer Innovation und fortgeführt über Innovationsforschung, unternehmerische Praxis, Politikgestaltung sowie die deutsche Förderlandschaft – zeigt deutlich, dass gesellschaftliche Reife (Societal Readiness) für technologische Innovationen weit über die bloße Vorbereitung der Gesellschaft auf neue Technologien hinausgeht. Sie erfordert die Transformation sozialer Beziehungen, institutioneller Strukturen und Governance-Arrangements, damit technologischer Wandel zu gerechten, inklusiven und sinnstiftenden gesellschaftlichen Ergebnissen beiträgt.
Die sich wandelnde deutsche und europäische Förder- und Politiklandschaft erkennt diese Wechselwirkung zunehmend an. Soziale Innovation wird nicht länger als randständige oder philanthropische Ergänzung technologischer Entwicklung betrachtet, sondern als systemische Fähigkeit, die für sozio-ökologische Transformation, Resilienz und nachhaltige Wertschöpfung unerlässlich ist. Die zentrale Herausforderung besteht darin, diese systemischen Prinzipien in konkrete operative Mechanismen innerhalb von Innovationsökosystemen zu übersetzen. Strategische Relevanz entfaltet soziale Innovation insbesondere dann, wenn sie Technologieeinführung, Marktentstehung, institutionelle Legitimität und langfristige Resilienz unterstützt.
Der hier vertretene Ansatz sozialer Innovation betont Partizipation, Experimentieren und relationale Neuordnung als Voraussetzungen für beschleunigte Innovationsprozesse und nachhaltige Wirkung. Technologische Reife allein garantiert keinen gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Erfolg. Marktdurchdringung und Skalierung hängen zunehmend von gesellschaftlicher Reife ab – also von der Passfähigkeit zwischen Regulierung, Nutzerverhalten, institutionellen Rahmenbedingungen und öffentlicher Legitimität einerseits sowie neuen Technologien andererseits. Fehlt diese Passfähigkeit, werden Innovationen verzögert, gesellschaftlich abgelehnt oder durch regulatorische Unsicherheiten blockiert.
Daraus ergeben sich klare Implikationen für Politik und unternehmerische Führung. Die Bewältigung komplexer Transformationsprozesse – etwa Dekarbonisierung, Künstliche Intelligenz, autonomes Fahren oder nachhaltige Logistik – erfordert nicht nur technologische Exzellenz, sondern auch die Fähigkeit, Lernprozesse, Beteiligungsformate und adaptive Governance-Strukturen institutionell zu verankern. Innovationsführerschaft bedeutet daher, technologische Entwicklung systematisch mit sozialer Einbettung zu verbinden.
Für Clusterorganisationen und regionale Innovationsökosysteme ergibt sich daraus eine konkrete Umsetzungsagenda. Sie sollten ihre Rolle als Intermediäre zwischen Kommunen, Zivilgesellschaft, Forschungseinrichtungen und Industrie weiter ausbauen und soziale Innovationslogiken in ihre Orchestrierungsstrategien integrieren. Ein zentrales Instrument hierfür sind Reallabore, in denen neue Technologien und Geschäftsmodelle unter realen regulatorischen und gesellschaftlichen Bedingungen erprobt werden können.
Die systematische Einbindung von Nutzerinnen und Nutzern sowie betroffenen Gemeinschaften in iterative Entwicklungsprozesse ermöglicht es, Barrieren frühzeitig zu identifizieren, institutionelle Anpassungsprozesse zu beschleunigen und gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken. Durch die strategische Integration sozialer Innovation entwickeln sich Innovationsökosysteme und Cluster von reinen Wissensnetzwerken zu koordinierten Implementierungsplattformen, die technologische Chancen mit regulatorischer Umsetzbarkeit und gesellschaftlicher Akzeptanz in Einklang bringen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Innovationspfade nicht nur Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch Resilienz, Inklusion und langfristige öffentliche Wertschöpfung fördern.
Quellen
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