Eine Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) ist eine zentrale Leitstelle eines definierten und abgegrenzten Verkehrssystems. Relevante Mobilitätsdaten wie Echtzeit-Verkehrsdaten und aktuelle Verkehrsmeldungen werden hier gebündelt und ausgewertet, um Störungen im Verkehrsfluss frühzeitig erkennen und Maßnahmen zur Reduktion der negativen Wirkungen umsetzen zu können. [1]

In Deutschland gibt es zahlreiche Beispiele von VMZ auf unterschiedlichen regionalen Ebenen wie die VMZ RheinMain oder die Landesverkehrszentrale (LVZ) in Nordrhein-Westfalen sowie die Verkehrszentrale Deutschland (VZD) und die Integrierte Gesamtverkehrsleitzentrale (IGLZ) in Frankfurt am Main.

Was sind Aufgaben und Nutzen einer VMZ?

Kernaufgabe einer VMZ ist die Überwachung der Verkehrslage und die Schaltung zuvor abgestimmter Maßnahmenbündel, den sogenannten Verkehrsmanagementstrategien, beispielsweise bei regelmäßigen Stauereignissen, Unfällen, Baustellen oder Großveranstaltungen.

Auf der Straße zeigt sich dies zum Beispiel durch

  • Bereitstellung von Informationen auf dynamischen Anzeigen,
  • Auswahl und Schaltung passender Signalprogramme an Lichtsignalanlagen und
  • Nachrichten im Verkehrsfunk und direkter Informationsweitergabe an Verkehrsteilnehmende.

Für Bürgerinnen und Bürger bieten VMZ insgesamt einen spürbaren Mehrwert, beispielsweise durch bessere Informationen, verkürzte Reisezeiten und weniger Staus. Gleichzeitig trägt eine VMZ zur ganzheitlichen Optimierung der Verkehrsflüsse und somit zur Emissionsreduktion bei.