
Verkehrsmanagementstrategie
Bei den sogenannten Verkehrsmanagementstrategien handelt es sich um festgelegte Handlungskonzepte in Form von Maßnahmen für wiederkehrende verkehrliche Störungsereignisse und Problemsituationen. [1] Dabei reagieren Städte oder Regionen beispielsweise auf
- Überlastungen (periodische oder kurzzeitige) im Straßennetz,
- Großveranstaltungen,
- Verkehrsunfälle und
- Extremwetterereignisse.
Entwicklung und Arten von Strategien
Bei der Strategieentwicklung wirken verschiedene Interessensgruppen mit. Das sind zum Beispiel Straßenbaulastträger und Straßenverkehrsbehörden, Aufgabenträger im ÖPNV, Verkehrsunternehmen oder die Polizei. Dabei werden auch die Belange der Umwelt sowie örtliche und politische Rahmenbedingungen berücksichtigt.
Die entwickelten Strategien können unterschiedliche Schwerpunkte aufweisen. Neben den Verkehrsinformationsstrategien, welche vorrangig lediglich über die aktuelle Verkehrslage informieren, zum Beispiel über geplante Baustellen, werden beispielsweise bei Überbelastungen des Verkehrsnetzes auch gezielt Umleitungsstrategien – inkl. angepasster Signalprogramme an Lichtsignalanlagen – geschaltet, um den Verkehrsablauf zu optimieren. Mit Hilfe von Umwelt- und Ereignisstrategien werden darüber hinaus Umsteigeempfehlungen, beispielsweise zur Nutzung des ÖPNV, ausgesprochen, um eine Verkehrsverlagerung zu begünstigen.
Insgesamt bilden die Verkehrsmanagementstrategien die Grundlage für den operativen Betrieb in Verkehrsmanagementzentralen und sind somit ein wichtiges Instrument im dynamischen Verkehrsmanagement.
Quelle
[1] Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) (2011): Hinweise zur Strategieanwendung im dynamischen Verkehrsmanagement. Köln. FGSV Verlag GmbH. ISBN 978-3-941790-84-1





